Was ist eigentlich Genitalherpes?

Was ist Herpes genitalis?

Der Herpes genitalis oder Genitalherpes ist eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten. Ausgelöst wird die Infektion von bestimmten Herpesviren. Sind die Viren erst einmal in den Körper gelangt, dann verbleiben sie dort ein ganzes Leben lang. Das hat den Nachteil, dass die Krankheit immer wieder zum Ausbruch kommen kann. Herpesviren lassen sich in acht verschiedene Typen einteilen. Der Erreger des Genitalherpes gehört zu den sogenannten Herpes Simplex Viren (HSV) und wird in der Regel durch den Herpes Simplex Virus Typ 2 ausgelöst (HSV 2). Übertragen wird der Herpes Simplex Virus Typ 2 hauptsächlich durch sexuelle Kontakte und das geschieht in der Regel dann, wenn die Patienten das erste Mal sexuell aktiv sind.
 
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Anzeichen bei Herpes genitalis

Sehr selten kann auch der Herpes Simplex Virus Typ1 (HSV 1) Schuld an Herpes genitalis sein. Dieser Herpes Typ gelangt meistens schon im Kindesalter in den Körper, meistens durch den sehr engen Kontakt mit den Eltern, Spielkameraden und auch den Geschwistern. Übertragen wird der Typ 1 durch Schmier- oder Tröpfcheninfektionen. Der Typ1 wie auch der Typ2 lösen die Bläschen an den Lippen aus. Hat man den ersten Kontakt mit diesem Virus, dann kann die Ansteckung ganz ohne Symptome verlaufen und der Betroffene weiß nicht einmal, dass er sich angesteckt hat. Andererseits können aber auch die typischen Symptome wie bei dem Lippenherpes auftreten. Diese zeigen sich durch Jucken und Brennen und kleine Bläschen an den Geschlechtsorganen. Diese Bläschen heilen nach einer Zeit wieder ab. Da die Viren im Körper verbleiben, kann die Erkrankung jederzeit wieder ausbrechen.
 

Ein starkes Immunsystem kann sehr hilfreich sein

Hat der Patient ein starkes Immunsystem und ist ansonsten gesund, nimmt Herpes genitalis einen günstigen Verlauf. Ist das Immunsystem dagegen geschwächt, kann die Erkrankung auch einen schwereren Verlauf nehmen. Ist eine Behandlung nötig, dann ist in der Regel der Einsatz von Virustatika wie Beispielsweise Aciclovir sehr hilfreich. Durch den Einsatz mit diesem Medikament wird eine Vermehrung der Viren verhindert und unterstützt eine schnelle Heilung.
 

Die Erreger

Die Herpes Viren gehören zu den sogenannten DNA Viren, sind weltweitverbreitet und sind die Ursache für viele Haut- und auch Schleimhautverletzungen, die bis zu schweren Infektionen führen können und sich über den ganzen Körper verteilen können. Sind die Herpesvieren in den Körper eingedrungen, beispielsweise über die Mundschleimhaut oder die Schleimhaut der Genitalien, dann gelangen sie über die Axone (Nervenleitbahnen) zu den dazugehörigen Nervenknoten (Ganglion), welcher dann ebenfalls infiziert wird. Der Virus schlummert im Körper und kann durch bestimmte Faktoren reaktiviert werden. Diese sind Sonnenbrand, Verletzungen, Verbrennungen, Stress, Tumorerkrankungen, Fieber, Hormonschwankungen und Hautreizungen.
 
 


Muss ich mich für einen Genitalherpes schämen? Nein!

In einer Zeit vieler sexueller Freiheiten und dazu gehörigem Schutz vor ungewollter Schwangerschaft kann es immer noch zu Geschlechtskrankheiten kommen, die aber nicht nur durch Sex übertragen werden können. Gerade Genitalherpes kann durch eine Schmier- oder Tröpfcheninfektion übertragen werden und ist deshalb auch bei treuen Partnern, die nur mit bestem Schutz Sex haben immer eine mögliche Erkrankung. Hat sich der Herpes-Simplex-Virus erst sein nächstes Opfer gesucht und treten die ersten Symptome beim Genitalherpes auf, dann sollte der Arzt aufgesucht werden, denn nur mit einer ärztlichen Behandlung kann die Krankheit schnell eingedämmt werden.

man_herpes_gelBedenkt man, dass bis zu 30 % der Erdbevölkerung unter dieser Erkrankung leiden, dann ist eine Erkrankung dieser Art so weit verbreitet, dass bei einer Party mit 10 Gästen mindestens drei dieser Gäste wahrscheinlich schon unter Genitalherpes leiden. Da die Folgen einer Erkrankung mit Genitalherpes sehr schmerzhaft und unangenehm sein können, wenn man sie nicht direkt behandelt, sollte man jede Scheu vor dem Arztbesuch verlieren, denn so kann man mit modernen Behandlungsmethode eine schnelle Linderung erzielen. Entdeckt man eine Veränderung am Genitalbereich wie Geschwulste oder Hautbläschen, dann ist der Arzt der perfekte Ansprechpartner und der Genitalherpes kann bekämpft werden.

Wer erst einmal eine Erkrankung mit Genitalherpes überwunden hat, der muss leider damit rechnen, dass die Infektion immer wieder auftreten kann, denn die Viren befinden sich ein Leben lang im Körper. Aber generell man kann davon ausgehen, dass nur die erste Erkrankung vom Genitalherpes wirklich schwer verlaufen kann. Doch Faktoren wie Stress, Hautreizungen, Entzündungen, Fieber oder eine Erkältung können dazu führen, dass man stets eine abgeschwächte Form des Genitalherpes wieder bekommen kann. So zählt Genitalherpes zu den dauerhaften Erkrankungen, bei der man aber stetige Neuerkrankungen mit einer gesunden Lebensweise und einer stetigen Stärkung des Immunsystems stark vermindern kann. Immer wieder gibt es Patienten, die nur nach einigen Jahren wieder eine neue Erkrankung des Genitalherpes verzeichnen können und lebt man sehr gesund, dann kann die Zeit bis zur nächsten Erkrankung stetig verlängert werden.

Aber nicht nur die gesunde Lebensweise lässt Neuerkrankungen seltener werden, denn je älter der Mensch ist, um so seltener kommt es vor, dass Genitalherpes wieder auftreten kann. Cremes oder Gele die Antivirenwirkstoffe enthalten können bei einer Erkrankung sehr hilfreich sein, aber auch bestimmte Herpes Gele haben eine besondere Wirkung beim Genitalherpes. Kommt es zu einer schweren Erkrankung, dann kann in der Klinik mit Infusionen gegen die Symptome angekämpft werden, aber genauso sind Anti-Virus-Tabletten eine wirkungsvolle Behandlungsmethode. Ob Homöopathie oder eine Eigenbluttherapie, es werden immer neue wissenschaftliche Behandlungen gefunden, die dazu beitragen, dass man auch mit Genitalherpes ein ganz normales Leben führen kann.

Kann man Symptome für Genitalherpes finden und ist die Diagnose Genitalherpes erstellt worden, dann sollte man nicht glauben, dass man jetzt an einer außergewöhnlichen Erkrankung leidet, die jeden Menschen zu einem Außenseiter stempeln wird. Ein Blick ins Internet kann hier schon viel Aufklärung über die Krankheit bringen und dazu kann man direkt erfahren, dass die Zahl von 30 % der Weltbevölkerung wirklich nicht zu hoch gegriffen ist. Jetzt sollte man sich Unterstützung auf den vielen Internetseiten suchen, die sich mit Genitalherpes beschäftigen. Zwar sollte man nicht jedes Hausmittel, dass hier angepriesen wird, auch wirklich im Genitalbereich austesten, aber es tut schon gut, dass man merkt, wie weit verbreitet gerade eine solche Erkrankung sein kann.

Im Chat mit anderen Betroffenen wird man merken, wie schnell eine Erkrankung wie diese auftreten kann. Und nur weil es sich hier um eine krankhafte Veränderung im Genitalbereich handelt, so muss dies nicht gleich bedeuten, dass man eine Erkrankung hat über die man nicht reden sollte. Ob Selbsthilfegruppen oder wissenschaftliche Untersuchungen, heute kann man viel Unterstützung bei Genitalherpes finden. Durch weltweite Aufklärung weiß heute jedes Paar wie wichtig ein Kondom sein kann und das eine Erkrankung wie der Genitalherpes nicht das Ende bedeuten muss, sondern es bedeutet nur, dass man auf eine gesunde Lebensweise achten muss und der eigene Genitalbereich besonderer Pflege und Fürsorge bedarf.