Der Herpes Simplex Virus

 

Der Herpes Simplex Virus im Detail!

Genital Herpes durch Geschlechtsverkehr

Genitalherpes oder auch Herpes genitales gehört zu den Krankheiten, die durch sexuellen Kontakt übertragen werden. Der Auslöser für diese Erkrankung ist der Herpes Simplex Virus, der lebenslang im Körper bleibt. Rund 80 % der Bevölkerung trägt diesen Virus in sich. In erster Linie ist die Haut vom Genitalherpes betroffen. Hauptsächlich am Gesäß, in der Analregion und im Genitalbereich werden die Symptome sichtbar. Es sind zwei Typen dieses HSV Erregers festzustellen, zum einen HSV 1 und HSV 2. Der HSV 1 ist vor allem an den Lippen zu sehen. Allerdings ist dieser Virus bei ungefähr 30 % der Patienten mit dem Genital Herpes festzustellen. Die Ursache ist dafür auf den häufig vorkommenden oral-genital Verkehr zurückzuführen. Der HSV 2 kann aber auch den Lippenherpes hervorrufen.
 

Ein Virus, der ein Leben lang im Körper bleibt

Wenn man sich mit dem Virus infiziert hat, zieht sich der Virus nach dem ersten Ausbruch der Infektion in die Nervenzellen zurück. Dort sind die Genitalherpes Viren vor dem Immunsystem sicher. Wenn das Immunsystem etwas schwächer ist, nehmen die Viren den Weg über die Nervenbahnen, kommen an den Ort des ersten Ausbruchs und rufen dort erneut Krankheitszeichen hervor. Wann und wie oft die Infektionen ausbrechen ist zum einen von dem Erreger und zum anderen vom Immunsystem des Virenträgers abhängig. Die Infizierten des HSV 2 weisen des Öfteren Ausbrüche (Rezidivraten) auf, als die Infizierten mit dem HSV 1.
 

Bei Genital Herpes Schutz sollte immer ein Thema sein

Da der Genitalherpes beim Geschlechtsverkehr übertragen wird oder auch bei Oralsex und Analverkehr, sollte ein Schutz immer im Vordergrund stehen. Damit man sich anstecken kann, ist eine aktive Entzündung die Voraussetzung. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um eine Erstinfektion handelt oder um ein Rezidiv. In manchen Fällen kann es auch zu einer Ansteckungsgefahr kommen, wenn der noch nicht infizierte Partner ein geschwächtes Immunsystem hat und dafür müssen nicht einmal Symptome bei dem Virusträger vorliegen.
 

Auch bei keinem Ausbruch besteht Ansteckungsgefahr

In den meisten Fällen weiß der Betroffene nicht einmal, dass er mit einem Genitalherpes infiziert ist. Gerade diese Situation ist für die meisten Ansteckungen verantwortlich. Dabei ist es aber der Fall, dass Männer die Frauen bis zu fünfmal häufiger anstecken als es umgekehrt der Fall ist. Ebenfalls findet eine direkte Übertragung durch die Berührung der vom Herpes befallenen Stellen statt. Haben Menschen schon einmal vom HSV 1 im Genitalbereich eine Infektion durchgemacht, heißt das nicht gleich, dass sie vor einer Ansteckung des HSV 2 geschützt sind, aber es kann durchaus sein, dass die Infektion frei verläuft. Diejenigen, die mit dem HSV 2 infiziert sind, haben ein noch höheres Ansteckungsrisiko für das HI-Virus. Aus diesem Grund sollte ein Schutz vor Genitalherpes immer die beste und sicherste Voraussetzung sein.